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Chronik der Gemeinde Uster

Lokal

Die frohe Botschaft über das wiederaufgerichtete Erlösungswerk unseres Gottes wurde im Jahre 1905 von Brüdern aus Zürich nach Uster getragen. Am 11. August 1906 wurde Bruder Alfred Brunner aus Uster mit seiner Familie in Zürich versiegelt. Damit war der Grundstein für die Entwicklung der Gemeinde gelegt. Priesterliche Ämter kamen jeweils aus Zürich, um in einem kleinen, gemieteten Saal Gottesdienste zu halten. Im Jahre 1908 kam Evangelist Hopfer von Zürich nach Uster und wurde Vorsteher der Gemeinde, welche unter seinem Wirken ständig zunahm. Bald wurde der Versammlungsraum zu klein. Apostel Bock fasste den Entschluss, eine neue Kirche zu bauen. Im Jahre 1910 wurde an der Tannenzaunstrasse 21 das Haus erbaut, welches bis zum Dezember 1982 als Kirche und Wohnhaus diente. Die Freude der Gemeinde war gross. Mir neuem Eifer wurde für das Werk Gottes gearbeitet.

Altar

Als Evangelist Hopfer nach Basel berufen wurde, übernahm Evangelist Haller aus Zürich-Schwamendingen das Vorsteheramt. Im Jahre 1914 wurde Evangelist Haller wieder nach Zürich versetzt. An seine Stelle trat Hirte Plüss aus Dübendorf, der spätere Bezirksälteste. Im Jahre 1922 wurde Priester Brunner zum Hirten gesetzt und ihm wurde dann die Führung der Gemeinde anvertraut. Hirte Brunner empfing 1937 das Bezirksältestenamt und diente der Gemeinde weiterhin als Vorsteher bis 1945. Von 1945 bis 1959 diente der Bezirksälteste Otto Lutz der Gemeinde als Vorsteher und wurde dann vom Bezirksältesten Ernst Gerber abgelöst.

Mit dem ständigen Wachstum der Gemeinde wurde der Kirchensaal bald zu eng. Der damalige Bezirksapostel Streckeisen gab deshalb den Auftrag, Bauland zu suchen. Im Januar 1971 wurde das alte Wohnhaus Seestrasse 87 und das angrenzende Bauland in Niederuster gekauft. Leider wurde die erworbene Liegenschaft von einem Abbruchverbot betroffen, so dass ein baldiger Baubeginn nicht möglich war.

Altar

Im Sommer 1978 wurde der Bezirksälteste Ernst Gerber von den Aufgaben des Gemeindevorsteheramts entbunden. Apostel Zimmermann sonderte den aus Genf zugezogenen Priester Samuel Plüss zum Hirten aus und anvertraute ihm die Führung der Gemeinde.

Im Sommer 1981 wurde von der Stadt Uster die Baubewilligung erteilt, und am 24. August erfolgte die Feier des ersten Spatenstichs durch den damaligen Bischof Peter Dessimoz. Der Bau kam gut voran und die Gemeinde durfte sich auf die neue Kirche freuen.

Am 8. Dezember 1982 wurde der letzte Gottesdienst an der Tannenzaunstrasse von Apostel Peter Dessimoz gehalten in dem er auch zwei kleine Kinder versiegeln konnte.

Die Freude war riesig, dass nun ein geräumiges Gotteshaus bezogen werden konnte. Der feierliche Weihegottesdienst fand am 12. Dezember 1982 statt. Dass dazu unser Stammapostel Hans Urwyler nach Uster kam, war für die Gemeinde ein grosses Erleben. Der Stammapostel diente mit dem Textwort: 1. Korinther 3, 11 „Einen andern Grund kann niemand legen, ausser dem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ In diesem Gottesdienst konnte der Stammapostel auch noch acht Apostel und zwei Bischöfe ordinieren. Der Vorsteher Hirte Samuel Plüss empfing das Bezirksevangelistenamt und diente auch weiterhin der Gemeinde als Vorsteher.

Am 23. Oktober 1983 wurde der Gemeinde mit Hirte Egbert Marx aus Pfäffikon ein neuer Vorsteher gegeben.

Ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte der Gemeinde Uster war der Besuch von Stammapostel Richard Fehr am 16. Juli 1989.

Im Gottesdienst vom 27. September 1989, gehalten von Apostel Paul Keller, wurde Hirte Marx für Aufgaben in der internationalen Projektgruppe „Kinder und Jugend“ (Erarbeitung von Lehrmitteln) von seiner Verantwortung als Vorsteher entlastet, was wiederum einen Vorsteherwechsel nötig machte. In diesem Gottesdienst wurde Priester Heinz Brönnimann aus Egg zum Evangelisten ordiniert und ihm als neuer Vorsteher die Gemeinde Uster anvertraut.

Am 10. April 1998 empfing Heinz Brönnimann, der inzwischen der Gemeinde als Hirte diente, durch Bezirksapostel Peter Dessimoz das Bezirksevangelistenamt.

Evangelist Bruno Schlumpf aus Egg wurde das Hirtenamt anvertraut und als Vorsteher von Uster beauftragt.

Ein weiterer Höhepunkt erlebte die Gemeinde am 21. Juni 1998, als sie ein weiteres Mal von Stammapostel Richard Fehr besucht wurde. Dieser Gottesdienst wurde per Satellit in die Gemeinden Europas übertragen.

Am 23. Februar 2003 besuchte Stammapostel Fehr überraschend die Gemeinde.

Im Neujahrsgottesdienst 2004 wurde Priester Ulrich Buser zum Evangelisten und neuem Vorsteher gesetzt. Seit dem 22. August 2004 dient er als Hirte der Gemeinde.

In den Jahren 1962 bis 1977 wurden in Uster auch regelmässig zusätzliche Gottesdienste in italienischer Sprache durchgeführt. Von 1990 bis 1994 wurden im Rahmen der Fremdsprachen-Mission parallel zum deutschen Gottesdienst englische und französische Gottesdienste gehalten oder simultan von Deutsch in diese Sprachen übersetzt.

Die Gemeinde Uster zählt heute (2006) 410 Mitglieder, davon 28 Amtsträger, 362 Erwachsene und 48 Kinder.

In grosser Dankbarkeit dürfen wir heute das 100-jährige Bestehen der Gemeinde feiern. Der himmlische Vater war bis zum heutigen Tag mit uns und hat viel Gnade zur Entwicklung geschenkt, deshalb wollen wir Ihn loben und preisen.


 


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